Gesichert in den Untergang
Die Geschichte der DDR-Westgrenze. Berlin 2004.

Autor:
Hendrik Thoß

  
       
        
 Beobachtungsturm
BT-11 vor einem Tor
der GSZA-80
 Blick in den Schutzstreifen mit Kolonnenweg, Kontrollstreifen, Kfz-Sperrgraben und Grenzzaun GZ I (von rechts nach links) Motorisierte Streife der DDR-Grenztruppen mit
Trabant Kübel
 Motorisierte Streife der DDR-Grenztruppen mit
Motorrad MZ TS 250
        
        
 Sämtliche Abbildungen: Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth
 Inhalt
  
  Als Erich Honecker am 5. Oktober 1983 der österreichischen Nachrichtenagentur »APA« im Vorfeld eines Besuchs des österreichischen Bundespräsidenten Kirchschläger in der DDR ein Interview gab, ließ insbesondere eine Äußerung des SED-Generalsekretärs aufhorchen.
Im Zusammenhang mit der Verantwortungsgemeinschaft bei der Friedenssicherung in Europa, der sich beide deutsche Staaten in besonderem Maße verpflichtet fühlen müssten, kündigte er den Abbau der SM-70 Selbstschussanlagen "auf der gesamten Länge der Grenze" an.
Nicht allein in der Bundesrepublik stieß diese Erklärung auf überaus große Resonanz. Auch die DDR-Grenztruppen erfuhren erst auf diesem Weg von den anstehenden bedeutsamen Veränderungen, die erhebliche Auswirkungen auf das gesamte System der Grenzsicherung an der deutsch - deutschen Grenze nach sich ziehen mussten. Um künftig auf diplomatischem Parkett keine Angriffsfläche für Vorwürfe ob der Todesschüsse oder Minenexplosionen an der Grenze zu bieten, schienen weitreichende und tiefgreifende Veränderungen im gesamten System der Grenzsicherung unabdingbar.
Dennoch war Honeckers Verzicht auf den Einsatz von Minen keineswegs mit einer Abkehr von dem Anspruch verbunden, auch in Zukunft keinen einzigen Flüchtling in die Bundesrepublik bzw. nach West-Berlin entkommen zu lassen.

Mit modernster Sicherungs- und Überwachungstechnik versuchten die Grenztruppen die befürchtete Sicherheitslücke zu schließen, die mit der Minendemontage bzw.- räumung drohte. Ingenieure und Techniker an zivilen und militärischen Forschungseinrichtungen der DDR erhielten zeitgleich die Aufgabe Grenzsicherungsanlagen zu entwerfen, die auch über das Jahr 2000 hinaus die "Unverletzlichkeit der Staatsgrenze" gewährleisten sollten.

Anhand einer Vielzahl von Dokumenten aus bundesdeutschen wie aus DDR-Archivbeständen zeichnet die vorliegende Untersuchung die Entwicklung der Grenztruppen, der Grenzsicherung und der Grenzsicherungsanlagen der DDR zwischen 1961 und 1989 nach und stellt sie in den zeitgeschichtlichen innerdeutschen wie internationalen Bezugsrahmen. Ergänzt wird diese Darstellung von einer umfangreichen quellenfundierten Analyse des Beitrags der MfS-Hauptabteilung I zur Grenzsicherung der Deutschen Demokratischen Republik.
  
 Lieder
  Titel 1  Titel 2 
  
 
Hinweis: Diese Lieder verstehen sich als historische Quelle zur Geschichte der DDR-Grenztruppen.
 Sie geben keine politische Haltung des Betreibers dieser Internetseite wieder.
  
 Videos
  
 Die Alarmgruppe [ansehen]
  
 
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